von Susanne

Hochauflösende Hochzeitskleider

Es gibt Erfindungen, da bin ich mir nicht sicher, wofür sie gut sind :-)
Unter dem Deckmäntelchen “Öko-Trend” wurde ein Material entwickelt, das sich ähnlich wie Zuckerwatte, bei Berührung mit Wasser einfach auflöst. Natürlich wollen die Macher mit diesen Kleidern gesellschaftskritisch auf unsere Wegwerf-Gesellschaft zeigen. Das Hochzeitskleid ist wohl das Kleidungsstück mit der höchsten Symbolkraft in der Garderobe einer Frau. Ob die Designer damit auch auf die Haltbarkeit von Beziehungen anspielen wollten, sei dahin gestellt.

Das Projekt ist ein Verbindung aus Kunst und Technik. Für manch billig Klamottenhersteller, wäre das wohl das richtige Material. Auch für Verbraucher, die Kleidung billig in Mengen kaufen, um die Stücke nicht öfter als ein oder zwei Mal zu tragen.
Eine Modestrecke aus diesem Material würde auch den Markt der Regenschirme stützen – wer mit einem solchen Kleid in den Regen kommt, steht bald nackig da ;-)

Spannende Zahlen ergaben sich noch im Umfeld zu diesem Projekt. So wurde errechnet, dass eine Hochzeit heute rund 25.000 Euro kostet – 2003 im Schnitt mit 18.000 Euro bezahlt war. Für das Hochzeitskleid gibt die Braut aktuell im Schnitt 1.200 Euro aus. Wenn man bedenkt, wie viele Frauen ihr Hochzeitskleid in irgendwelchen Brautläden kaufen, ist der Schnitt überraschend hoch! Denn selbst ein maßgeschneidertes Hochzeitskleid ist für diesen Preis bereits zu bekommen.

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